EXKLUSIVE EXPERTEN ABENDVERANSTALTUNG: SEXUALMEDIZIN
SEXUALMEDIZIN
Aktuelle Erkenntnisse - Mikronährstoffe - Therapiekonzepte
Termin: Freitag, 03.09.2021, 18.00 Uhr
Ort: Vienna Marriott Hotel, Parkring 12a, 1010 Wien
Keynote: „Warum Sexualmedizin?“
Referent: Prof. Carlo Bettocchi - Professor für Urologie, Vorsitzender der Abteilung für funktionelle Urologie, Policlinico – Universität Bari, Italien; Präsident der European Society for Sexual Medicine (ESSM)
Die Vortragssprache ist Englisch. Eine Simultanübersetzung wird am 03.09.2021 vor Ort angeboten.
TIPP: Am 04.09.2021 gibt es ein exklusives Tagesseminar! Hier geht's zu den Infos und zur Anmeldung!
Impulsvorträge im Anschluss:
• „Mikronährstoffe und Fertilität – eine Diskussion der Evidenz“ von Dipl.-Ing. Sophie Humer
• „Sexualmedizin/Sexuelle Gesundheit in Österreich, Situation und Therapiekonzepte“ von Dr. med. univ. Oliver Yamuti
Danach findet eine Podiumsdiskussion und Fragerunde mit den Experten statt:
• Prof. Carlo Bettocchi, Professor für Urologie, Vorsitzender der Abteilung für funktionelle Urologie, Policlinico – Universität Bari, Italien; Präsident der European Society for Sexual Medicine (ESSM)
• Prof. Dr. Michael E. Eisenmenger, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Mann und Gesundheit
• Dr. med. univ. Alexander Just, Spezialist für Reproduktionsmedizin, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
• Dipl.-Ing. Sophie Humer, Stv. Leiterin Wissensmanagement Wissensmanagement MIRACON Science GmbH
• Dr. med. univ. Oliver Yamuti, Arzt für Allgemeinmedizin
Moderation: Jeanette Aininger
Warum Sexualmedizin?
Keynote von Prof. Carlo Bettocchi,
Inhalt
Die Sexualmedizin ist ein einzigartiges multidisziplinäres Gebiet in der Medizin, das verschiedene medizinische Fachbereiche durchdringt. Die Urologie, Gynäkologie, Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Endokrinologie und Kardiologie sind alle in unterschiedlichem Maße mit der Sexualmedizin verbunden. Sie befasst sich mit Fragen der sexuellen Aufklärung und Dysfunktion, Störungen der Geschlechtsentwicklung, sexuell übertragbaren Infektionen und Erkrankungen des Fortpflanzungssystems. Die Sexualmedizin umfasst die klinische Behandlung spezifischer sexueller Störungen mittels Medikamenten, Physiotherapie oder Chirurgie, Rehabilitation nach einer Verletzung oder Operation, Sexualtherapie oder Beratung, um die psychologische Facette einiger sexueller Dysfunktionen zu behandeln, sowie Aufklärung und Beratung zur Förderung gesunder sexueller Beziehungen.
Mikronährstoffe und Fertilität – eine Diskussion der Evidenz
Impulsvortrag von Dipl.-Ing. Sophie Humer
Inhalt
Sind westliche Industrienationen in einer „Fertilitätskrise“? Ergebnisse aus internationalen Metaanalysen lassen diesen Schluss zu: In den letzten 40 Jahren reduzierte sich beim Mann die Spermienzahl um 50–60 Prozent – und das bei gleichzeitig sinkender Spermienvitalität. Obwohl man glücklicherweise noch nicht von einer generellen Unfruchtbarkeit sprechen kann, fällt es Paaren in der Familienplanung immer schwerer, „gemeinsam schwanger“ zu werden. Aktuelle Publikationen dienen Forschung und Politik zumindest als Weckruf, denn der Negativtrend scheint sich fortzusetzen. Neben Krankheiten oder genetischen Defekten ist beim Thema Fertilität vor allem der Lebensstil ausschlaggebend. Medikamente, Stress, Übergewicht, Alkohol, Rauchen und besonders unsere westliche Ernährung beeinträchtigen die Fertilität. Zur Unterstützung der Familienplanung greift man(n) deshalb oftmals zu Nahrungsergänzungsmitteln, welche durch vielversprechende Slogans beworben werden. Doch welche Mikronährstoffe überzeugen durch ihre Evidenz tatsächlich und wann handelt es sich eher um geschicktes Marketing?
Sexualmedizin/Sexuelle Gesundheit in Österreich, Situation und Therapiekonzepte
Impulsvortrag von Dr. med. univ. Oliver Yamuti
Inhalt
Laut WHO-Definition ist sexuelle Gesundheit „... der Zustand körperlichen, emotionalen, geistigen und sozialen Wohlbefindens bezogen auf die Sexualität und bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, Funktionsstörungen oder Schwäche.“ Welchen Stellenwert hat dieses Thema in Österreich und wer beschäftigt sich damit? Ist sexuelle Gesundheit nur ein Thema für Randgruppen oder nicht auch eine Prädilektion anderer schwerer z. B. kardiovaskulärer Erkrankungen? Libido- oder Potenzstörungen können ein isoliertes Krankheitsbild darstellen oder multifaktoriell viele medizinische Gebiete betreffen und von vielen beeinflusst werden. Welche medizinischen oder therapeutischen Methoden stehen den behandelnden Ärzten zur Verfügung und welche verhaltens- oder körpertherapeutischen Methoden werden verwendet? Oft ist es nicht nur das Erkennen des Problems sondern auch die Frage, wie man den Patienten auf dem Weg zur sexuellen Gesundheit begleitet.